Vorzelt für Wohnwagen und Wohnmobil: aufblasbar, mit Gestänge oder an der Markise?

Ein Vorzelt vergrössert den Wohnraum auf dem Stellplatz deutlich. Bevor du dich für ein Modell entscheidest, lohnt sich die Frage nach der Bauart. Es gibt drei Grundtypen, und jeder passt zu einer anderen Art zu campen.

Das klassische Vorzelt mit Gestänge

Beim klassischen Vorzelt trägt ein Gestänge aus Stahl oder Aluminium das Tuch. Das Vorzelt wird in die Kederschiene des Wohnwagens eingezogen und steht danach sehr stabil, auch wenn das Wetter umschlägt. Viele Camper, die eine ganze Saison am selben Platz stehen, schwören darauf.

  • Stärken: stabil, bewährt, Ersatzteile wie Stangen und Verbinder sind einfach zu bekommen.
  • Schwächen: Der Aufbau dauert länger, und ein Stahlgestänge ist schwer.

Ersatz und Verstärkungen findest du unter Gestänge.

Das aufblasbare Vorzelt

Statt Stangen tragen Luftschläuche das Zelt. Du ziehst das Vorzelt ein, pumpst die Schläuche auf und spannst ab. Das geht deutlich schneller als mit einem Gestänge, gerade wenn du oft den Platz wechselst.

  • Stärken: schneller Aufbau, keine Stangen, die sortiert werden müssen.
  • Schwächen: Du brauchst eine Pumpe, und das Packmass ist oft grösser. Ein beschädigter Luftschlauch muss ersetzt oder repariert werden.

Das Markisenvorzelt

Hast du schon eine Markise am Wohnmobil oder Wohnwagen, kannst du sie mit Seiten- und Frontwänden zu einem Raum schliessen. Bekannte Beispiele sind der Privacy Room von Fiamma sowie Residence G3 und QuickFit von Thule.

  • Stärken: schnell aufgebaut, wenig zusätzliches Gewicht, passt zur vorhandenen Markise.
  • Schwächen: Das Vorzelt ist nur so stabil wie die Markise. Ganz dicht ist es selten: Zwischen Markise, Wänden und Fahrzeug bleiben meist kleine Spalten offen. Abspannen musst du es in jedem Fall.

Die Modelle findest du unter Markisenvorzelte.

Sonderfall Bus und Kastenwagen

Für Busse und Kastenwagen gibt es Vorzelte, die frei stehen und nur über einen Tunnel mit dem Fahrzeug verbunden sind. Der Vorteil: Du kannst wegfahren, das Vorzelt bleibt stehen und hält dir den Platz frei. Die Auswahl findest du unter Vorzelte für Bus und Kastenwagen.

Aufbau und Pflege

Bau ein neues Vorzelt zuerst zu Hause auf, nicht erst am Ziel bei Regen. So weisst du, welche Stange wohin gehört und wo die Abspannpunkte sind. Gute Heringe und Abspannleinen findest du unter Zeltaufbau-Zubehör.

Packe das Vorzelt nie nass ein. Musst du es feucht abbauen, breite es zu Hause so bald wie möglich zum Trocknen aus, sonst bilden sich Stockflecken. Lässt die Wirkung des Tuchs nach und perlt das Wasser nicht mehr ab, hilft eine neue Imprägnierung. Mittel dafür findest du unter Reinigung und Imprägnierung.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Die richtige Grösse: Beim Wohnwagen entscheidet das Umlaufmass. Wie du es misst, steht im Ratgeber Vorzelt-Umlaufmass messen.
  • Das Tuch: Polyester ist leicht und trocknet schnell. Mischgewebe mit Baumwolle sind schwerer, dafür angenehmer im Klima.
  • Gewicht und Packmass: Beides zählt bei der Zuladung und beim Verstauen.
  • Fenster und Lüftung: Gute Lüftung hält das Kondenswasser in Grenzen.
  • Erweiterungen: Schlafkabinen und Anbauten machen aus dem Vorzelt einen zusätzlichen Schlafraum.

Für den Sommer reicht manchmal auch ein Sonnenvordach. Alle Vorzelte für den Wohnwagen findest du unter Vorzelte für Wohnwagen, für Wohnmobile unter Vorzelte für Reisemobile.

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