Klimaanlage im Wohnmobil nachrüsten: Dach, Staukasten oder mobil?
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Im Hochsommer heizt sich ein Wohnmobil schnell auf. Eine Klimaanlage macht den Unterschied zwischen einer unruhigen Nacht und erholsamem Schlaf. Für das Nachrüsten gibt es drei Wege, und jeder hat seine Vor- und Nachteile.
Dachklimaanlage
Die Dachklimaanlage sitzt auf dem Dach, meist in der Öffnung einer bestehenden Dachhaube. Die kühle Luft kommt von oben und wird über einen Luftverteiler im Raum verteilt.
- Vorteile: kein Stauraum geht verloren, gute Verteilung der Luft.
- Nachteile: zusätzliches Gewicht auf dem Dach, das Fahrzeug wird höher, und die Dachhaube an dieser Stelle fällt weg.
Modelle von Dometic, Mestic, Teleco und Vechline findest du unter Dach-Klimaanlagen und Luftverteiler.
Staukasten-Klimaanlage
Sie wird unter einer Sitzbank oder in einem Staukasten eingebaut. Die Luft gelangt über Schläuche zu mehreren Ausströmern.
- Vorteile: Das Gewicht sitzt tief, das Dach bleibt frei, die Luft lässt sich gezielt verteilen.
- Nachteile: Stauraum geht verloren, und der Einbau ist aufwändiger, weil Luftkanäle verlegt werden müssen.
Die Modelle findest du unter Staukasten-Klimaanlagen.
Mobile Klimaanlage und Split-Gerät
Mobile Geräte brauchen keinen festen Einbau. Bei Split-Geräten steht ein Teil draussen, der andere drinnen. Das ist praktisch, wenn du nur ab und zu kühlen willst oder kein Loch ins Fahrzeug machen möchtest.
- Vorteile: flexibel, auch für Vorzelt oder Wohnwagen geeignet, kein Umbau.
- Nachteile: braucht Platz, und Schläuche oder Leitungen müssen durch ein Fenster oder eine Öffnung geführt werden.
Geräte von Mestic und Polarys findest du unter Mobile Klimaanlagen.
Welche Leistung brauche ich?
Die Kühlleistung wird in Watt oder in BTU angegeben. Wie viel du brauchst, hängt von der Grösse des Fahrzeugs ab, aber auch von der Zahl und Grösse der Fenster, von der Isolierung und davon, ob das Fahrzeug oft in der prallen Sonne steht. Ein grosses Wohnmobil mit vielen Fenstern braucht mehr Leistung als ein kleiner Kastenwagen.
Achte auch auf die Lautstärke, gerade wenn die Anlage nachts läuft. Einige Modelle können zusätzlich heizen. Das ist in der Übergangszeit praktisch, wenn es morgens und abends kühl ist.
Der Strom: oft die eigentliche Frage
Die meisten Klimaanlagen laufen mit 230 Volt. Auf dem Campingplatz brauchst du also Landstrom, und der ist oft knapp abgesichert. Beim Anlaufen ziehen Klimaanlagen kurz mehr Strom. Prüfe deshalb, wie viel Leistung dein Platz liefert und ob die Anlage einen Sanftanlauf hat.
Für den Betrieb ohne Landstrom gibt es auch Geräte mit 12 Volt, zum Beispiel die Mestic RTA-2000 12V. Dann muss die Bordbatterie gross genug sein und nachgeladen werden, etwa mit einer Solaranlage. Die Batterie-Seite haben wir im Ratgeber Solaranlage nachrüsten zusammengefasst.
Weniger Hitze, weniger Kühlbedarf
Jedes Grad, das gar nicht erst ins Fahrzeug kommt, musst du nicht wegkühlen. Thermomatten für die Frontscheibe und Verdunkelungen an den Fenstern halten viel Sonnenwärme draussen.
Einbau
Eine Klimaanlage greift in Dach, Elektrik und manchmal in den Innenausbau ein. Den Einbau übernehmen wir auf Wunsch in unserer Werkstatt in Birr. Zubehör wie Adapterrahmen findest du unter Klimaanlagen-Zubehör.